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Bündnis 90 / Die Grünen Linnich 
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Stellungnahme zum Scheitern der Gesamtschulgründung

Die Linnicher Grünen bedauern es, dass die Linnicher und Aldenhovener Eltern nur 85 Schülerinnen und Schüler an der gemeinsamen Gesamtschule angemeldet haben. Damit ist der Start der Gesamtschule Aldenhoven / Linnich zum kommenden Schuljahr gescheitert. Eine gute Chance zur Sicherung, sogar Aufwertung der Schulstandorte Linnich und Aldenhoven blieb ungenutzt.

Die Gründe sehen die Grünen in der Verunsicherung der Eltern, hauptsächlich verursacht durch den Widerstand der umliegenden Kommunen, besonders von Jülich und Titz. Diese massive Agitation hat niemand erwartet. Suboptimal war wohl auch die späte Genehmigung zur Gründung der Gesamtschule, da hätte die Kölner Bezirksregierung früher grünes Licht geben können. Allerdings haben auch die Linnicher Parteien zu lange gebraucht, sich auf die Gründung einer gemeinsamen Gesamtschule zu einigen. Klare Kante gab es bei den Grünen.

Wie soll es weiter gehen? Selbstverständlich muss es einen zweiten Anlauf geben. Eine Alternative, für Aldenhoven und Linnich ein Schulangebot der Sekundarstufe 1 (und 2) in Zukunft zu bieten, gibt es wohl nicht. Wie wichtig das für die beiden Kommunen ist, dürfte allen Bürgern und Bürgerinnen klar sein.
Um in zweiten Anlauf erfolgreich zu sein, schlagen die Grünen vor:

Innehalten, nachforschen, überdenken, genau planen, entschlossen gemeinsam anpacken.

Dazu gehört:

  • Eine Analyse und Ursachenforschung, um zu ergründen, warum der erste Anlauf keinen Erfolg hatte. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Verbesserungspotentiale für den zweiten Anlauf zu finden.
  • Gemeinsam mit den Linnicher und Aldenhovener Fraktionen ein Gremium zu bilden, das Vorschläge für den zweiten Anlauf entwickelt.
  • Gespräche führen mit den betroffenen Eltern, dem Planungsbüro Komplan und der Bezirksregierung, um abzuchecken, welche Chance ein zweiter Anlauf hat. Dabei gilt es zu prüfen, ob das Modell Blankenheim / Nettersheim (www.gesamtschule-blankenheim-nettersheim.de/) auch hier angemessener wäre, weil dann bei horizontaler Trennung der Standorte (Klassen 5-9 hier, 10-13 dort) bereits 100 Anmeldungen ausreichend wären.
  • Hilfreich wäre auch, wenn alle Fraktionen der beiden Kommunen einstimmig den zweiten Anlauf befürworten würden. Misstöne aus der Politik sind kontraproduktiv.


Die Linnicher Grünen treten nach wie vor dafür ein, hier vor Ort eine Gesamtschule zu gründen, weil diese Schule am ehesten den Zielen gerecht wird, kein Kind zurück zu lassen und Chancengleichheit zu verwirklichen. Sie kann wohnortnah allen Linnicher und Aldenhovener Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, alle qualifizierten Abschlüsse, vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur, zu erlangen.

27.2.2013