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Bündnis 90 / Die Grünen Linnich 
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Aufhören, Herr Witkopp, aufhören!!

Gegen 20 Uhr am Freitag, dem 27. Juni 2008, war es soweit: Der erste Bürgerentscheid in Linnich war beendet, die Stimmen waren ausgezählt und Bürgermeister Witkopp nahm seinen Chefsessel mit der erhöhten Rückenlehne im Rathaussaal ein, um das Ergebnis zu verkünden.
Die Anwesenden trauten ihren Augen kaum: Niemand hätte erwartet, dass Bürgermeister Witkopp im schwarzen Anzug und mit Bürgermeisterkette diese historische Amtshandlung vornehmen würde, aber diesen Anblick hatte auch niemand erwartet: In Jeans und mit einem Fanshirt, bedruckt mit der Deutschlandfahne und dem Schriftzug „Germany“, waltete Bürgermeister Witkopp seines Amtes. Er war gekleidet, als wäre er kurz mal von einer Grillparty rübergekommen. Deutlicher konnte er seine Geringschätzung für den Bürgerentscheid und dessen Initiatoren kaum ausdrücken.
Anschließend betonte er gegenüber der Presse mit Genugtuung, das Ergebnis sei eine kleine Bestätigung für seine klare Linie und seine Vorgehensweise. Nach der Verzögerung der Maßnahme durch den Bürgerentscheid seien jetzt die Kosten für die Anlieger höher als vor drei Jahren.

Aber hallo, Herr Bürgermeister!
Wer war das denn, der vor zweieinhalb Jahren im Stadtrat das Bürgerbegehren mit einer fadenscheinigen Begründung als unzulässig abgelehnt hat? Sie, CDU und FDP!
Wer hat dadurch die Bürgerinitiative gezwungen, ihr gutes Recht vor Gericht zu erstreiten? Sie, CDU und FDP!
Wer musste sich von den Gerichten sagen lassen, dass das Bürgerbegehren zulässig war und mit unhaltbaren Argumenten als unzulässig abgelehnt worden war? Sie, CDU und FDP!
Wer trägt die Verantwortung, dass nun die hochverschuldete Stadt Linnich alle Gerichts- und Anwaltskosten tragen muss? Sie, CDU und FDP!
Wer hat es im Frühjahr 2008 im Stadtrat abgelehnt, ohne Bürgerentscheid mit der Bürgerinitiative, die Kompromissbereitschaft gezeigt hatte, eine einvernehmliche Lösung auszuhandeln? Wer trägt die Verantwortung, dass deshalb für den Bürgerentscheid weitere Kosten von mindestens 9000 € für die Stadt entstanden sind? Sie, CDU und FDP!

Mein Fazit: Hätten vor zweieinhalb Jahren CDU, FDP und Bürgermeister Witkopp sofort anerkannt, dass das Bürgerbegehren zulässig war und hätten sie die Bürgerinitiative nicht in die gerichtliche Auseinandersetzung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens gezwungen, dann hätte auch der Bürgerentscheid schon vor zwei Jahren stattfinden können und der Straßenausbau im Eward wäre längst erledigt. CDU, FDP und Witkopp haben die Verzögerung und Kostensteigerungen auf dem Gewissen.

Meine Meinung: Auf Ihre „klare Linie und Vorgehensweise“ können Sie genauso stolz sein wie auf Ihre neue Dienstkleidung, Herr Witkopp!

Christoph Barzen